Lexikon

Sachkundeprüfung (IHK)

Die Sachkundeprüfung nach §34a GewO ist eine bundesweit anerkannte IHK-Prüfung aus schriftlichem und mündlichem Teil. Sie weist nach, dass Sicherheitsmitarbeiter die wesentlichen rechtlichen und fachlichen Grundlagen beherrschen. Sie ist Voraussetzung für bestimmte Tätigkeiten im öffentlichen Raum (z. B. Einlasskontrollen, Citystreifen, Tätigkeiten in Flüchtlingsunterkünften) und erleichtert die Selbstständigkeit im Bewachungsgewerbe.

Aufbau & Inhalte

Zulassung & Anmeldung

  • Anmeldung bei der zuständigen IHK (Termine, Gebühren, Fristen)
  • Ausweis am Prüfungstag mitführen (amtlicher Lichtbildausweis)
  • Prüfungsordnung der IHK beachten (Hilfsmittel, Verhalten, Wiederholungen)
  • Für den Einsatz zusätzlich wichtig: Zuverlässigkeitsprüfung nach BewachV

Bestehen, Wiederholung & Anerkennung

Bewertung

  • Beide Teile (schriftlich & mündlich) müssen bestanden werden
  • Teil-Anrechnungen und Fristen richten sich nach der jeweiligen IHK-Prüfungsordnung
  • Nach Bestehen: IHK-Bescheinigung, bundesweit anerkannt

Einsatzbereiche mit Nachweis

  • Einlass-/Kontrolldienste in öffentlich zugänglichen Bereichen
  • Tätigkeiten in Flüchtlingsunterkünften, ÖPNV-nahen Bereichen
  • Führungs-/Spezialaufgaben im Objektschutz und bei Veranstaltungen
  • Selbstständigkeit im Bewachungsgewerbe unterstützen (plus behördliche Erlaubnis)

Vorbereitung (Best Practice)

Lernstrategie

  • Curriculum der IHK-Themen durchgehen & Lernplan erstellen
  • Rechtsgrundlagen mit Praxisfällen verknüpfen (Hausrecht, Platzverweis, Festnahme)
  • MC-Fragen trainieren; Fehlerjournal führen
  • Mündliches Fachgespräch simulieren (Rollenspiele: Täteransprache, Deeskalation)

Material & Training

Unterschied zur Unterrichtung

Unterrichtung (IHK)

  • Einwöchige Schulung (ohne Prüfung) – Teilnahmebescheinigung
  • Ermöglicht viele Tätigkeiten im Unternehmen, jedoch nicht alle im öffentlichen Raum
  • Siehe: Unterrichtung (IHK)

Sachkundeprüfung

  • Prüfungspflicht (schriftlich + mündlich), höheres Qualifikationsniveau
  • Voraussetzung für bestimmte Tätigkeiten & hilfreich für Selbstständigkeit

Prüfungstag – Kurzcheck

  • Rechtzeitig da sein, Prüfungsraum & Sitzplatz beachten
  • Ausweis, Einladung/Anmeldung, erlaubte Hilfsmittel (falls zugelassen)
  • Ruhe bewahren, Fragen genau lesen, Zeit einteilen
  • Nach der Prüfung: Ergebnis & ggf. Wiederholtermine bei der IHK erfragen
Merksatz: Wer die Praxis mit Recht verbindet, besteht sicher: lesen, verstehen, anwenden – schriftlich wie mündlich.

Verwandte Begriffe: Unterrichtung (IHK), IHK, Zuverlässigkeitsprüfung, Bewachungsverordnung, GewO §34a, Deeskalation, Kommunikation.

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